Leckageortung in Detmold: Verdeckter Wasserschaden in einem Mehrfamilienhaus

Die Ausgangssituation

Feuchte Stellen oberhalb der Fußleisten und teilweise bereits sichtbarer organischer Befall: In mehreren Mietwohnungen eines Mehrfamilienhauses in Detmold zeigten sich Anzeichen eines verdeckten Wasserschadens.

Da die Ursache zunächst nicht sichtbar war und sich die Feuchtigkeit bereits über verschiedene Bauteile ausgebreitet hatte, musste zunächst festgestellt werden, wo Wasser austrat und welche Bereiche des Gebäudeaufbaus betroffen waren.

Leckageortung mit verschiedenen Mess- und Ortungsverfahren

Zur Eingrenzung der Schadenursache wurde die Leitungsinstallation systematisch überprüft. Neben der akustischen Leckageortung kam dabei auch Formiergas zum Einsatz.

Durch die Kombination der unterschiedlichen Verfahren konnte die Schadenstelle immer weiter eingegrenzt werden. Die Leckage ließ sich schließlich im Fußbodenbereich im Bereich eines 90-Grad-Bogens der Leitung lokalisieren.

Gerade bei verdeckt verlaufenden Leitungen ist eine möglichst genaue Ortung wichtig. Ziel ist es, notwendige Öffnungen gezielt vorzunehmen und unnötigen Rückbau möglichst zu vermeiden.

Verdeckter Wasserschaden mit größerem Ausmaß

Nach der Lokalisierung der Schadenstelle zeigte sich, dass nicht nur der unmittelbar sichtbare Bereich betroffen war. Wasser hatte sich bereits innerhalb des mehrschichtigen Boden- und Wandaufbaus verteilt.

Die Besonderheit bei diesem Gebäude war der vergleichsweise hohe und komplexe Bauteilaufbau. Neben Estrich und einer starken Dämmebene waren auch Trockenbaukonstruktionen mit Mineralwolle und teilweise doppelter Gipskartonbeplankung vorhanden.

Feuchtigkeit kann sich in solchen Konstruktionen über längere Zeit unbemerkt ausbreiten und in Dämmstoffen sowie Hohlräumen verbleiben. Die an der Oberfläche sichtbaren Flecken geben deshalb nicht zwangsläufig das tatsächliche Ausmaß eines Wasserschadens wieder.

Rückbau der durchfeuchteten Bauteile

Vor Beginn der eigentlichen Trocknung mussten zunächst betroffene und nicht sinnvoll trocknungsfähige Bauteile zurückgebaut werden.

Dazu gehörten Bereiche der Trockenbaukonstruktionen einschließlich Gipskartonbeplankungen und Mineralwolldämmung. Durch das Öffnen der Konstruktion konnten die tatsächlich durchfeuchteten Bereiche zugänglich gemacht und die Voraussetzungen für eine kontrollierte Trocknung geschaffen werden.

Der Umfang des Rückbaus richtete sich dabei nicht ausschließlich nach den sichtbaren Schadenstellen, sondern nach dem tatsächlich festgestellten Feuchteverlauf innerhalb der Konstruktion.

Aufwendige Trocknung durch hohen Bodenaufbau

Eine besondere Herausforderung stellte der Bodenaufbau insbesondere im Erdgeschoss dar. Die Konstruktion verfügte über eine große Aufbauhöhe und eine entsprechend starke Dämmebene.

War Wasser erst in diesen Aufbau eingedrungen, reichte eine oberflächliche Raumtrocknung nicht aus. Die Feuchtigkeit musste gezielt aus den tieferliegenden Schichten und Hohlräumen entfernt werden.

Aufgrund des komplexen Aufbaus und der bereits vorhandenen Wassermenge nahm die technische Trocknung entsprechend Zeit in Anspruch. Während des Trocknungsverlaufs wurden die betroffenen Bereiche regelmäßig kontrolliert und der Fortschritt anhand von Feuchtemessungen bewertet.

Vom sichtbaren Fleck zur gefundenen Schadenursache

Der Schaden zeigt, wie groß der Unterschied zwischen einem sichtbaren Feuchtefleck und dem tatsächlichen Schaden innerhalb einer Gebäudekonstruktion sein kann.

Durch die systematische Leckageortung konnte die Schadenstelle gezielt lokalisiert werden. Anschließend wurden die betroffenen Konstruktionen geöffnet und die erforderlichen Maßnahmen für die technische Trocknung eingeleitet.

Insbesondere bei mehrschichtigen Boden- und Trockenbaukonstruktionen ist es entscheidend, nicht nur die sichtbare Oberfläche zu beurteilen, sondern den Feuchteverlauf innerhalb des gesamten Bauteilaufbaus zu berücksichtigen.

Leckageortung und Wasserschadensanierung in Detmold

KEBRO unterstützt Eigentümer, Hausverwaltungen und Versicherungen bei der Ortung und Sanierung von Wasserschäden in Detmold, Lippe und Ostwestfalen-Lippe.

Von der Leckageortung über den erforderlichen Rückbau und die technische Trocknung bis zur anschließenden Wiederherstellung können die notwendigen Arbeiten aufeinander abgestimmt durchgeführt werden.

Je früher die Ursache eines verdeckten Wasserschadens gefunden wird, desto gezielter können weitere Schäden an Estrich, Dämmung, Trockenbau und angrenzenden Bauteilen begrenzt werden.

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