Tropen-Problem: Reagieren iPhone-Wassersensoren auf tropische Luftfeuchte?

11. Juli 2009 22:43

Mit so genannten Liquid-Submersion-Indicators (LSI) will Apple sich gegen ungerechtfertigte Garantieansprüche von iPhone-Benutzern schützen: Die Indikatoren im Kopfhöreranschluss und Dockanschluss färben sich rot, wenn das Telefon in eine Flüssigkeit getaucht wurde. Möglicherweise sprechen sie aber auch schon auf sehr hohe Luftfeuchtigkeit oder Kondenswasser an, wie jetzt iPhone-Nutzer in Singapur bemängeln.

Im Hardware-Zone-Forum in Singapur  beschweren sich jetzt nämlich mehrere Nutzer, die einfach einen defekten Button hatten reklamieren wollen, dass ihnen bei Apple und beim lokalen Provider Singtel Garantieansprüche verwehrt worden seien, weil die Flüssigkeits-Indikatoren angesprochen hatten. Sie seien aber sicher, das Telefon weder ins Meer noch in die Toilette oder sonstwie in eine Flüssigkeit fallen gelassen zu haben.

Der Nutzer projectasterix, der den Thread gestartet hat, ist sicher, dass die Wassersensoren nicht für so hohe Luftfeuchtigkeit wie in tropischen Ländern ausgelegt sind und fordert deshalb von Apple, die Garantieansprüche dort so zu behandeln, wie es ohne die Wassersensoren gemacht worden wäre. Er zitiert die Angaben der Apple-Website: »Die Sensoren sind so konzipiert, dass sie nicht durch Luftfeuchtigkeits- oder Temperaturänderungen entsprechend den von Apple beschriebenen Betriebsumgebungsbedingungen ausgelöst werden.« (http://support.apple.com/kb/HT3302?viewlocale=de_DE)
Als Umgebungsbedingungen aber gibt Apple für das iPhone eine »relative Luftfeuchtigkeit von 5 % bis 95 %, nicht kondensierend« an. (http://www.apple.com/de/iphone/specs.html)

In Singapur liegt nach Angaben der Regierung die relative Luftfeuchte im Mittel bei 84 Prozent, kann aber in Regenperioden oft 100 Prozent erreichen.
(http://app.nea.gov.sg/cms/htdocs/article.asp?pid=1088)